Reden in der Krise

Ein Leitfaden in wertschätzender Kommunikation.

Nadja Daunicht

Gerade in Zeiten, die von starker Belastung geprägt sind, kommen ehrliche und wertschätzende Gespräche zu kurz. Umso wichtiger ist es jedoch, sich diese Zeit zu nehmen. Kreative Wege sind hier durchaus erlaubt: Ein gemeinsamer Spaziergang, ein Timer am Fernseher, so dass sich dieser erst nach 21:00 einschalten lässt oder, wenn der Patient sich davon nicht belastet fühlt, einen fixen Termin. 


Noch wichtiger als Regelmäßigkeit ist jedoch die wertschätzende Gesprächsführung, die in vielen Partnerschaften verloren geht und daher oft neu erlernt werden will. Zu diesem Zwecke eignet sich zu Beginn oft ein Leitfaden

1. Grundhaltung: Wohlwollen und Verbundenheit

Ziel: Nicht „Recht haben“, sondern verstehen und verstanden werden. Innere Haltung: „Ich will 
unsere Beziehung stärken, nicht gewinnen.“ Achtet auf eure Energie: Wenn ihr müde, gestresst 
oder wütend seid, vertage das Gespräch lieber. 

3. Sprache der Wertschätzung

  • Ich-Botschaften statt Du-Vorwürfe: „Ich fühle mich verletzt, wenn…“ statt „Du machst 
    immer…“ 
  • Wirkung beschreiben, nicht Schuld zuweisen: „Als du unseren Termin vergessen hast, 
    habe ich mich wertlos gefühlt.“ 
  • Bedürfnisse klar benennen: „Mir ist wichtig, dass du beim Kindergartenfest dabei bist.“  
  • Aktives Zuhören: Wiedergeben, was ihr gehört habt: „Wenn ich dich richtig verstehe, fühlst du dich…?“ 
  • Gefühle erkennen und benennen: „Das klingt, als wärst du enttäuscht?“ 
  • Nicht sofort reagieren oder verteidigen: Lasst euch Zeit, bevor ihr antwortet. 

2. Rahmen schaffen

  • Zeit & Ort bewusst wählen: Kein Gespräch „zwischen Tür und Angel“. 
  • Ununterbrochene Aufmerksamkeit: Handy weg, Fernseher aus, Kinder im Bett oder 
    außer Haus 
  • Atmosphäre: ruhig, respektvoll, offen. 

4. Emotionen dürfen sein

Gefühle sind Informationen, keine Bedrohung. Akzeptiert die Emotion des anderen, auch wenn 
ihr sie nicht teilt. Wenn’s hitzig wird: Atempause statt Eskalation.  

5. Lösungen statt Schuld

  • Gemeinsam überlegen: „Was könnten wir beide tun, damit es dir besser geht?“ 
  • Kompromisse anerkennen, statt sie als Verlust zu sehen. 
  • Kleine Schritte feiern – Fortschritt statt Perfektion.

6. Wertschätzung ausdrücken

  • Bedankt euch gegenseitig für Offenheit, Mut und Ehrlichkeit. 
  • Erwähnt, was ihr am anderen schätzt: „Ich finde es schön, dass du dir Zeit nimmst, mit 
    mir darüber zu sprechen.“

7. Nach dem Gespräch

  • Reflektieren: Wie habt ihr euch gefühlt? Was habt ihr gelernt? 
  • Nachsorge: Ein liebevolles Ritual (z. B. Umarmen, spazieren gehen, Tee trinken). 
  • Vertrauen aufbauen: Nach Worten sollten Taten folgen – auch wenn es nur kleine 
    Schritte sind.  

Krisen jeglicher Art können die Familie und Partnerschaft belasten - eine Beratung kann helfen, gemeinsam einen neuen Weg zu finden.

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